Schönhausener Schlossgespräche
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Iris Berben

Schauspielerin

Mittwoch, 5. November 2014

 

"Entweder man lebt oder man ist konsequent"
Das war ein wunderbarer Abend - mit einem wunderbaren Überraschungsgast
Danke Iris Berben

 

 

So sind wir Frauen!

Iris Berben hatte auf der Bühne kaum Platz genommen, da übernahm sie auch schon das Wort: Sie bedanke sich für den freundlichen Applaus und freue sich auch hier zu sein, aber sie habe „eine schwerste Bronchitis“. Es könne daher sein, dass die Stimme versagt. Für diesen Fall hätte sie mit Moderator Robert Rauh vereinbart, dass er ihr Fragen stelle, bei denen sie nur nicken müsse. Sie wolle sich jedoch anstrengen. Die Anstrengung lohnte sich vor allem fürs Publikum, das eine Frau erlebte, die mit ihrer Ausstrahlung und ihrer Authentizität zu verzaubern und die mit ihrer Sicht auf die Dinge des Lebens zu begeistern verstand. Die Anstrengung lohnte sich auch für Iris Berben, denn am Ende der Veranstaltung wurde sie und auch das Publikum mit einem weiteren Gast überrascht. Aber wie immer: Alles der Reihe nach. 

 

„Ich erfülle ja nun jedes Klischee einer Westfrau.“

Zunächst thematisierte Rauh ein Jubiläum, „um das in diesen Tage keiner herumkommt“: 25 Jahre Mauerfall. Iris Berben war 1989 mit ihrer Mutter in Israel. Sie hätten „am Toten Meer gekurt“ und beide „waren ein bisschen in anderen Sphären“. Als sie am 9. November dann im Fernsehen, „unendlich viele Bilder von Menschen auf der Mauer“ sah, meinte sie zu ihrer Mutter, dass sie diesen Film gar nicht kenne. Und als klar wurde, dass die Mauer in Berlin tatsächlich gefallen war, „saßen zwei heulende Wesen in der Wüste in Israel und schauten sich deutsche Geschichte an“. Vor dem Mauerfall hatte Iris Berben in der TV-Komödie „Karambolage“ (1989) eine Ostdeutsche gespielt, die ihren Ehemann auf einer Dienstreise in den Westen begleiten durfte und auf der Rückfahrt mit einem westdeutschen Ehepaar in ein Autounfall verwickelt wurde.
Berben war zunächst davon ausgegangen, die westdeutsche Frau zu spielen, denn sie „erfülle ja nun jedes Klischee einer Westfrau.“ Sie sei so aufgeregt gewesen, weil sie sich fragte: „Was habe ich für ein Bild von den Ostdeutschen?“ Denn man sei auch im Westen nie richtig informiert worden; es sei „immer auch eine Form von Propaganda gewesen“. Daher wollte sie unbedingt nach Ostberlin fahren und die Kleidung, die sie für den Film tragen sollte, auch dort kaufen. Am Alexanderplatz im „Centrum Warenhaus“ hatte sie dann viele „wunderbare kurze Begegnungen“ mit Frauen, die in ihre Umkleidkabine drängten, um mit ihr zu sprechen. Als der Film dann im Fernsehen gelaufen war, bekam Berben „waschkorbweise Post aus der DDR“. Viele seien erfreut darüber gewesen, dass die Ostdeutsche in einem Westfilm von einer selbstbewussten, schönen Frau gespielt worden sei. Als Rauh dann eine konkrete Szene aus dem Film schilderte, konnte sich Berben nicht erinnern – und fand charmant eine treffende Erklärung für ihre Gedächtnislücke: „Im Moment sind es meine Tabletten.“

 

„So sind wir Frauen!“ oder wie Angela Merkel zurücktreten wird

Was die meisten vielleicht nicht wissen: Iris Berben ist auch Präsidentin der Deutschen Filmakademie. Nach dem Job-Profil gefragt, erklärte Berben einleitend, die Präsidentin sei „das Aushängeschild des deutschen Films“. Und die Akademie eine Plattform für einen Austausch der unterschiedlichen Berufe in der Filmbranche, auch ein Austausch über Missstände. Iris Berben verteidigte ihren Vorschlag, in den Kinos eine Quote für den deutschen Film einzuführen. Und appellierte an die TV-Anstalten nicht nur die erfolgreichen deutschen Filme zur Prime-Time auszustrahlen, sondern auch andere gute Filme, denen heute keine Zeit mehr gegeben werden, „sich in den Kinos zu entwickeln.“ Außerdem stehe die Akademie im Dialog mit der Politik, zum Beispiel über den Förder-Fond zur Finanzierung von größeren Filmproduktionen. Hierbei nutze sie auch ihre Kontakte zu Politikern, die ihr aufgrund ihres politischen Engagements zur Verfügung stünden. Auch zu Angela Merkel. Wie ist denn die Kanzlerin im kleinen Kreis, wollte Rauh wissen. Sie sei sehr zugänglich. Auf jeden Fall humorvoller, als das in der Öffentlichkeit wahrgenommen werde. Sie sei eine bodenständige Frau - und sie wisse sehr genau, worüber sie rede. Weil gerade Klaus Wowereit als Regierender Bürgermeister zurückgetreten war, fragte Rauh auch nach Berbens Einschätzung über Merkels Amtszeit. Sie glaube, dass die Kanzlerin so lange die Verantwortung übernehmen werde, bis der Zeitpunkt komme, an dem man ihr sagt: Geh!“ Und fügte hinzu: „So sind wir Frauen!“

 

Heute würde man bei der Schülerin Iris ADHS diagnostizieren

Als Schülerin wollte Iris Berben Jura studieren. Rauh fragte provokativ: „Haben Sie den Wunsch selbst aufgegeben oder haben die Noten nicht gereicht?“ Berben ließ sich unter dem Gelächter im Publikum auf die Frage ein und meinte, das wäre jetzt eine Antwort zum Nicken. Ja, die Noten hätten nicht gereicht. Sie sei aus drei Schulen geflogen, weil sie Ende der 1960-er Jahre die Welt verändern wollte – und dabei das Lernen vergessen hätte. Rauh hakte nach: Er habe erfahren, dass sie als vorlaut und anstrengend galt. Für ihn als Lehrer klinge das nach ADHS. Habe sie nun tatsächlich den Unterricht gestört oder habe sie den Lehrern widersprochen und galt deswegen als anstrengend? Iris Berben lehnte sich grinsend zurück und erklärte, die Frage nur deshalb zu beantworten, weil sie erfahren habe, dass Rauh zum Lehrer des Jahres gewählt wurde.

Ja, sie galt in den ersten Jahren als Störenfried, weil sie ein Zappelphilipp gewesen sei. Im Internat haben ihr die Nonnen ständig Fehlverhalten nachgewiesen. Ihr wurde beispielsweise bescheinigt, sich schwer in einer Gemeinschaft unterordnen zu können. Darüber sei sie heute glücklich, aber als Kind habe sie darunter gelitten. „Es ging mir alles zu langsam. Das geht mir heute immer noch so. Aber jetzt habe ich mich ja unter Kontrolle.“ Apropos Verfehlungen, unterbrach Rauh die Internatserlebnisse. Ob es denn stimme, dass sie sieben Jahre ohne Führerschein gefahren sei. Iris Berben hielt inne und korrigierte dann lachend: 17 (!) Unruhe im Saal, dann Lachen und Klatschen. Der Gast versuchte zu beruhigen, was zunächst misslang: „Schauen Sie, ich kann das auch erklären.“ Sie habe Prüfungsangst, das hätte ihr auch ein Arzt bescheinigt. Und schließlich sei sie 17 Jahre unfallfrei gefahren. Berben stellte dann aber klar, dass sie inzwischen den Führerschein gemacht habe. „Ich habe fast alles erledigt, was man im Leben so in Ordnung bringen muss. Nur verheiratet bin ich noch nicht.“ Dafür sei aber ihr Sohn in der letzten Woche den Bund der Ehe eingegangen. Strahlendes Gesicht einer frisch gebackenen Schwiegermutter.

 

„Ich musste lernen, dass Schauspielerei ein Beruf ist.“

Iris Berben hat zwar im Kindergarten den Zappelphilipp gespielt, aber es war ihr in der Schule noch nicht klar, dass sie später beruflich schauspielern würde. Sie wollte gern Schlagersängerin werden. In die Schauspielerei sei sie „eher reingerutscht“. Und auch als sie die ersten Filme gedreht hatte, dachte sie, zunächst erst einmal das Abitur nachzuholen und dann zu studieren. Und weil sie die Schaupielerei in keiner Schule gelernt hatte, war es ihr nicht seriös genug. „Ich musste erst lernen, dass es ein Beruf ist.“

Inzwischen hat Iris Berben in unzähligen, meist erfolgreichen TV- und Kinoproduktionen gespielt und gehört zu den populärsten Schauspielerinnen Deutschlands. Rauh griff vier Produktionen heraus: „Die Brandstifter“ (1969), ein TV-Film, in der sie sich – vor dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrungen in der 68-er Protestbewegung - praktisch selbst gespielt habe. Der Kinofilm „Es kommt der Tag“ (2009), in dem sie eine untergetauchte RAF-Terroristin verkörpert und den sie als einen „Scheidepunkt in meiner beruflichen Biografie“ bezeichnet; ein Film, der sich aufgrund des biografischen Ansatzes und der Diskussion über die Schuldfrage im Übrigen auch für den Geschichtsunterricht eigne.

In der aufwendig inszenierten TV-Verfilmung des Wagner-Clans (2014) sei es für sie eine Herausforderung gewesen, eine Antisemitin zu spielen - „zu ihrer Zeit“. Und natürlich durfte „Sketchup“ nicht fehlen, über das sie heute noch lachen könne und – das man heute durchaus als „Urform der modernen Comedy“ bezeichnen könne. Allerdings hätten einige aus der Branche ihr damals auch gesagt, dass ihre Karriere als seriöse Schauspielerin damit beendet sei. „Comedy ist jedoch die Königsdisziplin.“ Weil es so schwer sei, Menschen zum Lachen zu bringen.  

 

„Das war mein Selbstmordversuch.“

Sehr emotional ging es auf der Bühne zu, als Rauh von Berben wissen wollte, ob sie während ihrer Aktivitäten in den 1968er-Jahren auch über grundsätzliche Fragen des Lebens nachgedacht – und mit wen sie sich darüber ausgetauscht habe. Berben bestätigte das und schweifte zunächst geschickt ins Allgemeine ab. Sie habe sich Fragen gestellt, die sich Jugendliche heute auch stellen: „Wo gehöre ich hin? Wer bin ich? Was heißt Leben? Was bringt mir das Leben?“ Und man wolle ja alles anders machen. Was das Vorrecht der Jugend sei. Und dann meinte sie knapp: „Manchmal gab es Leute, manchmal keine, mit denen ich das besprechen konnte.“ Daraufhin erzählte Rauh von einem Erlebnis mit einer Schülerin, das zu seinen prägendsten als Lehrer gehöre. In einem Gespräch über ihre Lebenskrise hätte sie ihn gefragt, ob es unmoralisch sei, sich das Leben zu nehmen. Spontan hätte er hilflos geantwortet: „Ne, aber erst mal das Abitur machen.“

Iris Berben griff die Geschichte auf und sprach dann über ihren Selbstmordversuch. Auch sie habe sich in diesem Zusammenhang die Frage nach der Moral gestellt, aber sie habe mit niemanden darüber gesprochen. „Und ich habe mir diese Frage mit einem Nein beantwortet. Und heute weiß ich, dass ich jede Minute meines Lebens als Grund für ein Ja dagegen setzen kann.“ Generell müsse man diese Frage sehr ernst nehmen. Ihr sei bewusst, dass das eine sehr komplexe Frage sei. Generell ist sie der Meinung, dass es nicht feige sei, sondern auch mutig, wenn Menschen aus dem Leben gehen; es sei jedoch „etwas sehr Individuelles“. 

 

Ja/Nein-Fragen zum Aussehen der Berben

Moderator Robert Rauh hatte sich für das Gespräch vorgenommen, nicht das Äußere von Iris Berben anzusprechen. Aber zwei ältere Damen aus dem Publikum hätten indirekt mit Veranstaltungsboykott gedroht, wenn er die Schauspielerin nicht frage, wie es sie es mache, so jung auszusehen. Daher habe er sich – auch in Anbetracht der Erkältung seines Gastes – dafür entschieden, kurze Fragen zu stellen, die sie nur mit Ja oder Nein zu beantworten brauche. Und hier das Berben-Rezept für junges Aussehen: Sie schläft nicht viel, treibt keinen Sport und macht auch kein Yoga. Sie trinkt zwar 1,5 Liter Wasser am Tag, isst aber Fleisch, rauche und trinke Alkohol. Sie geht regelmäßig zur Kosmetik, probiert jede Creme, die ihr „alles vom Himmel“ verspricht, färbt sich die Haare und nimmt Mittel gegen deren Ausfall. Sie hat sich  die Krampfadern wegoperieren lassen – und rief ergänzend: „Sie sind aber schon wieder da.“ Und sie sonnt sich nicht – seit 30 Jahren. 

 

Der Überraschungsgast

Am Schluss sprach Rauh das Ende von „Rosa Roth“ an. Berben erklärte, dass das ZDF gern noch ein paar Jahre weitergemacht hätte. Aber man müsse „auch immer den richtigen Zeitpunkt finden, um aufzuhören“. Sie bereue es nicht. 20 Jahre sei die TV-Serie, in der sie eine Kommissarin gespielt hatte, sehr erfolgreich gelaufen. Das hätte auch an den brisanten und aktuellen Stoffen gelegen und an so „wunderbaren Kollegen“ wie Thomas Thieme und Carmen-Maja Antoni, die von Anfang dabei war. Iris Berben betonte in diesem Zusammenhang, dass Antoni sie ja auch hierher gebracht habe. Sie hätte ihr erzählt, dass „Sie so ein tolles Publikum sind und Sie so ein toller Moderator“. Spontaner Applaus.
Eine bessere Überleitung hätte sich Rauh für die Ankündigung des Überraschungsgastes gar nicht wünschen können. Er machte es spannend, indem er erklärte, man hätte gern einen kurzen Dreh mit Carmen-Maja Antoni machen wollen, um zu hören, was sie über Iris Berben sagt. Aber die Schauspielerin sei einfach zu beschäftigt. Und wenn man nicht im historischen Rokokosaal sitzen würde, sondern in einem modernen Studio, hätte man ja wenigstens eine Live-Schaltung organisiert. Dann habe sich das Team jedoch überlegt, dass es noch besser wäre, wenn man sie bitten würde, einfach vorbeizukommen. Als Rauh dann die „fabelhafte Carmen-Maja Antoni“ ankündigte, brach Iris Berben in Jubel aus und das Publikum hörte gar nicht mehr auf zu klatschen. Und dann kam sie! Mit Rosa-Rosen für ihre Freundin Iris. Und strahlte über die Sympathiewelle, die ihr entgegenschlug. Carmen-Maja Antoni ist im Schloss Schönhausen keine Unbekannte. Ein Jahr zuvor war sie selbst Gast auf der Schlossbühne und hatte erst im Frühjahr zusammen mit Robert Rauh eine Lesung zum 70. Geburtstag von Christoph Hein veranstaltet.

 

Was haben Iris Berben und Carmen-Maja Antoni gemeinsam?

Zunächst wollte Rauh wissen, ob es ungewöhnlich sei, dass Schauspieler-Kolleginnen über so lange Zeit befreundet seien. Da Iris Berben sogleich erklärte, ihre Stimme schonen zu wollen, übernahm die Antoni - gewohnt spritzig und pointiert: „Ich sage erst einmal, wir haben eine Freundschaft, die keinen was angeht.“ Das gehöre nicht in die Öffentlichkeit. Immerhin verriet sie soviel: Die Freundschaft habe sich über Jahre „wunderbar entwickelt, in gegenseitiger Achtung vor der Arbeit des anderen“. Das sei ein Kleinod, das man auch nicht verlieren möchte; „eine wunderschöne Sache zwischen Iris und mir“. Punkt. Und Applaus. Iris Berben beschrieb dann, wie sie ihre Kollegin und Freundin auf der Bühne erlebt habe: „Sie sei die Königin - oder?“ Das merke man daran, wie sie spiele und dann am standing ovation der Zuschauer. Sie sei eine so uneitle, wahrhaftige, kraftvolle Schauspielerin. „Wenn man ihr auf der Bühne zuschaut, dann schaut man einem Stück Leben zu.“

Rauh hatte sich für diese einmalige Begegnung überlegt, Gemeinsamkeiten der beiden - auf den ersten Blick so unterschiedlichen - Frauen aufzuzählen. Erstaunlich, was da zusammenkam. Die Aufgabe der beiden Schauspielerinnen bestand darin, auf die vorgegebenen Parallelen nur mit „Ja“ oder „Nein“ zu reagieren. Beide sind sehr verlässlich und diszipliniert, sehr humorvoll, einerseits nach außen sehr selbstbewusst, andererseits aber auch sehr verletzlich und verwundbar. Bei der Aussage „Sie machen beide etwas, weil sie es so machen wollen, und nicht, weil andere es von ihnen erwarten“ schränkte Iris Berben ein, dass sie früher „ein bisschen anders“ geantwortet hätte.

Bei der Behauptung, sie würden beide keinen Sport treiben, intervenierte Carmen-Maja Antoni: Sie gehe drei Mal die Woche zur altersgerechten Wirbelsäulengymnastik. Und frohlockte unter Gejohle der Zuhörer: „Der Punkt geht an mich.“ Den größten Lacher erzielte jedoch der Moderator mit einem Versprecher. Er stellte fest, dass beide ohne Vater und eine Zeitlang auch ohne Elternhaus groß geworden seien. Und fügte hinzu: „Maja war im Kinderheim und Iris Berben zehn Jahre im Internet.“ In dem Gelächter ging die Bemerkung Berbens fast unter, dass sie gar kein Internet und sich auch noch nie gegoogelt habe. Rauh korrigierte trocken: „Internat war richtig.“

Die letzte Gemeinsamkeit zielte auf den Kino-Film „Miss Sixtie“ (2014), in dem beide nach dem Aus von Rosa Roth erstmals wieder gemeinsam vor der Kamera standen. Carmen-Maja Antoni berichtete dann, wie lustig es für sie gewesen sei, die Mutter von Iris zu spielen. Das Foto, auf der die Antoni mit Perücke zu sehen war, sagt alles. Auf die Frage, welche Rolle beide gern noch spielen würden, antwortete Iris Berben, sie möchte jetzt mal die Mutter von Maja spielen. Und Carmen-Maja Antoni meinte: „Es gibt sicher noch ein paar alte Schachteln, die ich noch nicht gespielt habe.“ 
Rauh machte instinktiv Schluss, als es am lustigsten war und wollte am Ende von Iris Berben wissen: „Wenn ihr Leben verfilmt werden würde, welchen Titel müsste der Film tragen?“ Die Schauspielrein musste nicht lange überlegen, sondern antwortete mit einem Sinnspruch von Erich Kästner: „Entweder mal lebt oder man ist konsequent.“

 

Manuela Stein

 

 

Zur Biografie

 

Iris Berben, seit über 45 Jahren vor der Kamera, hat in mehr als 60 Kino- und Fernsehfilmen mitgespielt. Bekannt wurde sie einem breiten Publikum in den 1980er-Jahren durch das TV-Highlight „Sketchup“, in dem sie an der Seite von Dieter Krebs ihr Comedy-Talent unter Beweis stellen konnte. Zum Publikumsliebling avancierte Berben durch die TV-Serie „Die Guldenburgs“ (1986-90) und große Fernsehproduktionen, wie „Krupp – eine deutsche Familie“ (2008) oder „Der Clan - die Geschichte der Familie Wagner“ (2013) sowie die ZDF-Krimiserie „Rosa Roth (1994-2013). Ihre schauspielerische Leistung wird nicht nur durch hohe Einschaltquoten belohnt, sondern auch durch zahlreiche Preise und Ehrungen. Weniger bekannt ist dagegen ihr gesellschaftspolitisches Engagement gegen Antisemitismus und für Toleranz.
Interessant wird sein, wie Lehrer Rauh auf Berbens schulische Karriere reagieren wird: Die als vorlaut geltende Schülern Iris flog mehrmals von der Schule. Überhaupt sei sie ein „unruhiger Mensch“ - immer auf der Reise. Denn im Leben, so Iris Berben, „gibt es Vieles, was man NEU entdecken kann“.

 

 

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