Schönhausener Schlossgespräche
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Holger Wemhoff

Chefmoderator bei Klassik Radio
Montag, 12. Mai 2014

 

Lieber Robert!
Von Gremlin zu Gremlin. Es war mir eine Freude - eine Herausforderung -
ein Fest! Danke Dir, lieber Kollege - Dir und Deinem tollen Team!
Dein Holger

 

 

„Stichwort: Authentizität“ 

Um es gleich vorweg zu nehmen: Er ist in natura wie im Radio. Sympathisch und authentisch. Für den Rundfunkmoderator ist es auch ganz selbstverständlich, sich beim Publikum - noch bevor er auf der Bühne Platz nimmt – höflich zu erkundigen, ob ihn auch jeder verstehen könne. Und wenn Holger Wemhoff spricht, möchte man ihm ewig zuhören. Sein „wonnig-warmer Bariton“ (Jens-Peter Launert) hat etwas Magisches, das sich schwer beschreiben lässt. Sein Wort, in unserem Ohr. Dass der Abend nicht nur kuschlig wurde, lag auch an den kritischen Fragen von Moderator Robert Rauh zum Konzept von Klassik Radio – und an dem Filmmusik-Quiz, das den Soundtrack-Kenner ins Schwitzen brachte. Aber der Reihe nach.

Natürlich musste zunächst über das Wetter geredet werden, wenn jemand aus Hamburg kommt. Holger Wemhoff verwahrte sich dagegen, seine Lieblingsstadt mit Regen gleichzusetzen: „Das ist eine Unverschämtheit!“ Seit Anfang Mai regne es schließlich überall in Deutschland und überhaupt sei das ein Vorurteil: In Köln falle im Jahr doppelt so viel Niederschlag wie in Hamburg. Wie auch immer. Regen diente auch als Überleitung. Am vergangenen Samstag moderierte Barbara Schöneberger das Rahmenprogramm für den Eurovisions Songcontest in Hamburg - wie jedes Jahr im Regen. Und es schüttete noch immer, als nach Mitternacht der Sieger in Kopenhagen endlich feststand. Was denn der leidenschaftliche Grand Prix-Fan Wemhoff, der auch alle Vorentscheide sieht, denn zum/r Sieger/in Conchita Wurst alias Tom Neuwirth sage. „Ich habe mich gefreut.“ Was ihn jedoch begeistert habe, war nicht das Outfit und die Botschaft für Toleranz – „vor allem in Richtung Russland“, sondern allein das Lied. Wemhoff findet die Stimme dieses Mannes außergewöhnlich; daher habe dieser Song „völlig zu Recht gewonnen“. Das schlechte Abschneiden der deutschen Gruppe Elaiza habe ihn angesichts der starken Konkurrenz nicht überrascht. 

 

„Ausschließlich über die Emotionen“

Auch wenn das Musikinteresse des Gastes weit gefächert scheint; die Vorliebe Wemhoffs gilt der klassischen Musik. Geweckt wurde die Leidenschaft eher zufällig, als der kleine 7-jährige Holger allein zu Haus war – und im Fernsehen eine Musiksendung sah. Seine Eltern fanden ihn in einem bedenkenswerten Zustand und wollten den Hausarzt rufen. „Ich war so fertig mit den Nerven, vor allem - weil ich die Musik nicht noch einmal hören konnte.“ Schließlich gab es ja in den 70iger Jahren noch keine Videorecorder und keine Mediathek. Eigentlich dürften die Eltern nicht überrascht gewesen sein, denn das Baby Holger begann im Mutterbauch erst zu strampeln, als klassische Musik gespielt wurde. Ausgerechnet bei Bruckner. Der gehöre aber nicht zu seinen Lieblingskomponisten, stellte Holger Wemhoff gleich klar. Und dann gab es den ersten Exkurs in die Musikgeschichte. Wemhoff berichtete anschaulich über den „eigentlich bemitleidenswerten Zeitgenossen“ Bruckner, der zwar beim Komponieren „genialische Züge“ gehabt hätte, aber introvertiert und unsicher gewesen sei. Vor allem gegenüber Wagner, den Wemhoff auch nicht besonders mag. Bruckner hätte sich vor Wagner, dem er seine 3. Sinfonie gewidmet hat, „ja förmlich in den Staub geworfen“. Die Unsicherheit würde auch daran deutlich werden, dass Bruckner wie kein anderer Komponist seine Stücke immer wieder überarbeitet habe.

Für Holger Wemhoff ist der größte Komponist Franz Schubert. Er könne das musikwissenschaftlich nicht erklären, da Musik bei ihm „ausschließlich über die Emotionen“ gehe. Hier sparte der Musikexperte nicht mit Superlativen. Der viel zu früh verstorbene Schubert sei für ihn das „größte Musikgenie aller Zeiten“, vor allem mit seinen späten Kammermusikstücken. Ob er bei aller Begeisterung nicht auch Lust verspürt habe, selbst klassische Musik zu spielen? Er habe zwar Kirchenorgel und durch den Musikunterricht zwangsläufig auch Noten lesen gelernt, aber eigentlich wollte Holger Wemhoff immer nur: „erstens Musik konsumieren und zweitens über Musik reden“. Rauh fragte dann eher vorsichtig – mit dem Hinweis, dass sie ja im selben Alter seien -, wie er es mit der Popmusik halte. Und ob er in die Disco gegangen sei. Die Antwort war zunächst kurz und bündig: „Disco? Nein!“ Ihm sei es schlichtweg zu laut gewesen und „die Musik ging mir sowas von auf den Keks. Das war unerträglich.“ Allerdings würde er sofort in eine Disco gehen, wenn klassische Musik gespielt wird. „Und ich würde dazu auch tanzen.“  Wie man denn heute Jugendlichen am besten klassische Musik vermittle, wollte der Lehrer wissen. Dafür gäbe es kein Rezept, erklärte Holger Wemhoff. Das Stichwort sei auch hier: Authentizität. „Je authentischer und begeisterter jemand ist - als Künstler oder als Vermittler von Musik -, um so einfacher ist es, diese Begeisterung auch mit anderen zu teilen. Auch bei jungen Menschen.“

 

Vom Opernregisseur zum Radiomoderator

Ganz so unglaublich, wie Rauh es formulierte, ist die Vorstellung eigentlich nicht: Holger Wemhoff wollte als Junge Priester werden. Es sei eine Mischung gewesen aus tiefer gläubiger Überzeugung, dass er dafür geschaffen sei, und der Erwartungshaltung seines Umfeldes. Zunächst war es auch nicht seine Absicht gewesen, aus dieser Nummer herauszukommen – „bis ich das erste Mal entdeckt habe, dass es auch etwas anderes gibt als das Zölibat“. Vielleicht war es daher auch eine Vorsehung, dass er beim Abitur durchfiel. Denn er war in diesem Jahr bereits für das Priesterseminar in Münster angemeldet. Das Wiederholungsjahr habe er dann genutzt, um reinen Tisch zu machen. Holger Wemhoff studierte schließlich Theaterwissenschaften in München und wurde Opernregisseur. Dass er in diesen Beruf auf Dauer nicht glücklich würde, habe er während seines ersten Jobs nach dem Studium bemerkt: „Zu viel Unruhe! Zu viel Intrige!“ Außerdem brauche er auch wohnlich einen festen Lebensmittelpunkt.

Auslöser war letztlich das traumatische Schlüsselerlebnis als Regieassistent, mit dem Wemhoff das Publikum im Saal zum Lachen brachte. Weil er glaubte, es sei in der Vorstellung zu wenig Nebel auf der Bühne, wies er die Techniker an: „Mehr Nebel!“ Und wunderte sich kurz darauf über das schlechte Spiel des Orchesters und den verhaltenen Applaus des Publikums. Der Dirigent stürmte hinter die Bühne und zerrte Assistent Wemhoff in den Zuschauerraum, um ihm zu zeigen, wie sich die dichten Nebelschwaden von der Bühne in den Orchestergraben hoch zum Dirigentenpult bis in die ersten Reihen bewegt hatten. „Das war traumatisch. Und in dem Moment wusste ich: Nun sieh mal zu, wie du hier wegkommst.“ Dann kam die Wende: Im Frühjahr 1995 bewarb er sich bei einem Reisegewinnspiel von SAT 1 und zugleich als Praktikant bei seinem Lieblingssender Klassik-Radio. Für beides erhielt er eine Zusage. Und beides sollte am gleichen Tag starten. Allerdings stellte sich für ihn die Frage nicht: Hamburg oder Hawaii? Er trat sein Praktikum an und wurde bereits drei Jahre später Chefmoderator und stellvertretender Programmdirektor bei Klassik Radio.

 

„Ich hätte doch Priester werden sollen“

Der Titel „Chefmoderator“ sei jedoch aus einer Not heraus geboren, relativierte Holger Wemhoff gleich. Für eine Neu-Bewerbung der Frequenz in Berlin wurde ein Hauptstadttalk initiiert, den er moderieren sollte. „Und um dem Ganzen noch ein etwas mehr Schick zu verleihen, wurde ich zum Chefmoderator befördert, obwohl es diesen Posten gar nicht gab und nach mir bestimmt auch nicht mehr geben wird.“ Robert Rauh hatte dagegen geglaubt, der „Posten“ hänge mit der Popularität des Radiomoderators zusammen. Darauf Wemhoff glucksend: „Habe ich mich gerade entzaubert?“ Ob er sich seinen Erfolg bei den Hörern selbst erklären könne, wollte Rauh trotzdem wissen. Wemhoff hielt einen Moment inne und korrigierte sich dennoch laut: „Ich bemühe mich, ne, ich bemühe mich eben nicht; ich bin am Mikro in jeder Sendung so authentisch wie möglich. Wirklich. Mehr kann ich dazu nicht sagen. So einfach ist das.“ Rauh zeigte sich beeindruckt, wie Wemhoff es gelinge, am Hörer-Telefon sowohl mit einer eloquenten älteren Dame über das Alleinsein als auch mit einem unsicheren zehnjährigen Jungen über Fußball zu plaudern. „Was siehst du daran?“ fragte Wemhoff schlagfertig zurück, „Ich hätte doch Priester werden sollen.“ Die Authentizität stößt jedoch an Grenzen: Als Privatsender seien sie natürlich auch gebunden – „mit anderen Worten: Ich darf über bestimmte Interpreten wie Herrn Garrett nicht so sprechen, wie ich möchte. Hier darf ich es. Hier kann ich offener sein als on air.“ Rauh nutzte die Chance gleich, um Wemhoffs offene Meinung über den Geiger zu erfragen. Er finde es durchaus gut, dass Garrett mit seinen Konzerten viele Menschen für klassische Musik erreiche. Aber wenn er ihn auf den Musiker reduziere, „dann ist er technisch nicht schlecht, aber langweilig.“

Die Lobeshymnen auf Holger Wemhoff als Moderator verhallten spätestens, als eine Parodie eingespielt wurde, in der sich der Kabarettist Tommy Krappweis über die Werbung bei Klassik Radio für die von Holger Wemhoff zusammengestellten CD-Kollektionen lustig macht. Wemhoff ergriff die Chance, um klarzustellen, dass diese Spots nicht von ihm stammen. „Aber um das etwas plakativ auszudrücken“, ergänzte er ehrlich, „der Sender versucht mit mir Geld zu verdienen“. Und diese „Dauerwerbeschleife“ gehe ihm „manchmal auch ganz schön auf den Senkel“.

 

„Die furchtbarste Zeit bei Klassik Radio“

Was dann folgte, bewegte nicht nur den Chefmoderator auf dem Podium, sondern auch die Fans von Klassik Radio in den Reihen. Rauh machte die Kritik am Sender zum Thema und sparte auch nicht mit unbequemen Fragen. Zunächst zitierte er zwei Hörermeinungen über Klassik Radio aus dem Internet, in denen sich zum einen über die Kommerzialisierung des Senders und andererseits über den Hype um Holger Wemhoff und seine Biografie beklagt wurde. Im Saal klatschte jemand kurz. Holger Wemhoff wäre nicht Holger Wemhoff, wenn er darauf nicht emotional reagieren würde. Auf seine Weise. „Ja natürlich kann ich die Kritik nachvollziehen und ich kann auch verstehen, wenn sie da klatschen.“ Und er betonte, dass jede Werbung für die Existenz des Senders wichtig sei. Er stellte jedoch auch klar, dass es „ein Witz“ sei, was bei ihm von den verkauften CDs finanziell ankomme. Sein Lebenstraum sei, so erklärte der Klassik-Fan, ein öffentlich finanzierter Sender, bei dem Musik gespielt und über Musik geredet werde – „ohne Werbung, ohne eine CD von mir“.

Mit den wütenden Protesten im Internet gegen die Absetzung der beliebten „Cinemaschow“ 2011 sprach Rauh auch die für Holger Wemhoff „furchtbarsten Jahre bei Klassik Radio“ an.  Man spürte förmlich, wie die Senderkrise dem 45-jährigen „noch immer nachhängt“. Holger Wemhoff schien es ein Bedürfnis zu erklären – und schlug nachvollziehbar noch einmal den ganz großen Bogen: Klassik Radio sei sein erster Job und er sei mit dem Sender beruflich aufgewachsen. Und er habe gedacht, „da werde ich auch alt“. Das habe er gedacht, bis vor zwei Jahren ein neuer Programmchef kam und alles umkrempeln wollte. Er war auch für die Absetzung der Cinemaschow verantwortlich. Holger Wemhoff bestätigte, dass der Protest bei Facebook vom Sender gelöscht wurde und es daraufhin einen regelrechten Shitstorm gab. „So etwas habe ich vorher noch nie erlebt – und auch der Sender nicht.“ Letztendlich gipfelte die Krise in seiner Kündigung, die er im letzten Jahr eingereicht hatte. „Zwei Sekunden vor zwölf“ trennte sich der Vorstandsvorsitzende von dem neuen Programmchef, Holger Wemhoff zog die Kündigung zurück – und blieb bei Klassik Radio. Er würde auch gern wieder die beliebte Wunschmusik am Sonntag moderieren, nach der Rauh gleich fragte. Für den Sender sei die Reichweite an den Wochentagen jedoch größer und wichtiger. Und daher möchte er einen Ausgleich, denn er sei von Montag bis Freitag nachmittags am Mikro und müsse mit seinen Kräften haushalten. Schließlich sei er keine zwanzig mehr.

 

„Dafür bekomme ich doch jetzt wenigstens einen haben Punkt!“

Die perfekte Überleitung zum obligatorischen Quiz bot Holger Wemhoff selbst. Allerdings ahnte er zu diesem Zeitpunkt nicht, dass ihn die Befragung erst ins Grübeln und dann ins Schwitzen bringen würde. Der Gast erzählte zunächst von seinen Begegnungen mit Sir Peter Ustinov, der er es verstanden habe, Musik und Humor zu verbinden; klassische Musik „nicht so bierernst zu nehmen“. So habe der Weltstar bei einem Restaurant-Besuch in Hamburg Musikstücke vorgesungen, die Wemhoff erraten sollte; es waren „eher Alien-Laute“. Zwar spielte man Holger Wemhoff im Schloss die zu erratenden Filmmusik-Titel im Original vor, aber für den Soundtrack-Fan wurde die Befragung dennoch eine Herausforderung.

Die Moderation übernahm ein zweiter großer Fan von Filmmusik: Schloss-Chef-Assistent Matthias Pasler, der seit Beginn der Veranstaltungsreihe im Hintergrund für alle Bilder sowie Ton- und Filmausschnitte verantwortlich ist. Zunächst bedankte er sich freundlich beim Gast, weil er bei den Schlossgesprächen „noch nie so viel zu Wort gekommen“ sei. Eingespielt wurden fünf Soundtracks. Beim ersten Titel konnte Wemhoff noch siegessicher nicht nur den Film, sondern auch den konkreten Songtitel erraten. Dann begann der Experte angestrengt nachzudenken. Er behauptete etwas kleinlaut, aber überzeugend, den zweiten Titel noch nie gehört zu haben. Pasler half, indem er auf Wemhoffs Lieblingskomponisten verwies. „Habe ich die auch in meinem Buch niedergeschrieben?“, fragte er hilfesuchend bei Rauh nach. Mittels Ausschlussverfahren kam er dann auf Jerry Goldsmith und „Die Mumie“ von 1999. Den Soundtrack werde er sich nun kaufen. Zum dritten Titel hatte Holger Wemhoff überhaupt keine Idee. Anstatt Vorschläge zu unterbreiten, murmelte er in Richtung Palser: „Wir sprechen uns nachher noch.“ Und räumte nach der Auflösung ein: „Auf Hans Zimmer hätte ich kommen müssen.“ Rauh schlug vor, zur Motivation jetzt einen einfachen Titel zu spielen. Aber auch beim vierten Titel erklärte Wemhoff, diesen „etwas schrägen“ Song „bewusst noch nicht gehört“ zu haben. Tippte dann aber korrekt auf den Komponisten Denny Elfmann und forderte: „Dafür bekomme ich doch jetzt wenigstens einen haben Punkt!“ Den letzten Titel erriet er problemlos. Ein Highlight der Filmmusik: „Die Gremlins“ von Jerry Goldsmith. Holger Wemhoff kommentierte, das Quiz sei zwar eine Herausforderung gewesen, hätte ihm jedoch viel Spaß gemacht. Und Rauh zauberte Gismo in Form eines Riesenstofftiers hinter dem Podest hervor. Männer sind doch große Kinder. 

 

„Ein großer Verführer“

Es blieb leider viel zu wenig Zeit für die großen Operndiven, den Wemhoff als Musikjournalist begegnet ist. Leidenschaftlich warb er zumindest für Simone Kermes, bei der es sich um „eine exzentrische Persönlichkeit“ handle, die „zu 50 % einfach komplett ausgeflippt ist“. Und in den Ohren des Experten und Fan „die Oper des 21. Jahrhunderts komplett neu erfunden“ habe. Wemhoff verriet auch, dass Kermes inzwischen Wahlberlinerin sei. Daraufhin musste Rauh am Ende ansprechen, was er „eher etwas versteckt“ in Wemhoffs Biografie gefunden habe. Holger Wemhoff schreibt im Hinblick auf seinen zukünftigen Wohnort über sein Bauchgefühl: „Ich befürchte nämlich fast, dass ich irgendwann in meinem Leben kurz oder lang doch in Berlin landen werde. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie glaube ich, wartet diese Stadt auf mich, und ich in gewisser Weise auch auf sie.“ Wemhoff ergänzte selbst die Frage von Rauh, am meisten hätte ihn das Wort „befürchten“ irritiert. Wemhoff konnte zwar „Berlin für Wemhoff“ erklären – die Stadt sei für einen „Klassik-, Film-, und Kunstverrückten“ wie ihn „ein großer Verführer“ – das Bauchgefühl jedoch nicht. Nur so wenig: „Ob ich will oder nicht. Irgendwann werde ich hier landen.“ Am Schluss dagegen eine klare Aussage: Den letzten von Rauh vorgegebenen Halbsatz „Wenn ich eines Tages bei Klassik Radio aufhöre, werde ich das Wort ´entspannen` ...“ , ergänzte Holger Wemhoff: „... nie wieder gebrauchen“. Entspannter Wohlfühl-Applaus für den Gast aus Hamburg.

Manuela Stein

 

 

Zur Biografie

 

Holger Wemhoff ist die Stimme bei Klassik Radio. Eigentlich wollte der 1969 geborene Wemhoff zunächst Priester werden, studierte dann Theaterwissenschaft in München und bewarb sich 1995 für ein Praktikum bei seinem Lieblingssender in Hamburg.
Bereits drei Jahre später wurde er bei Klassik Radio Chefmoderator und stellvertretender Programmdirektor. Und begeistert seitdem die Hörer fast täglich mit seinem fundierten Wissen über klassische und Filmmusik, seinen sympathischen Interviews mit den Weltstars der Klassik sowie seiner unverwechselbaren, warmherzigen und erfrischenden Stimme. Besonders wichtig ist dem Modertor der Kontakt zu seinen Hörern, mit denen er authentisch und möglichst live über den Sender zu plaudern versteht.
Klassik Radio sei „in gewisser Weise zu meinem Leben geworden“. Und der Hauptteil seines Lebens, so Wemhoff in seiner 2013 erschienenen Biografie Wo die Sprache aufhört. Mein Leben mit der Klassik, stehe ihm noch bevor.

 

 

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