Schönhausener Schlossgespräche
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Jochen Kowalski

"Hier kann man aber schön hausen und reden." Hat mir großen Spass
gemacht! Danke.
Ihr Jochen Kowalski

 

 

„Vom Schlachthaus an die Met“ 

Er sei „so nervös“, gestand Jochen Kowalski, während er in Zeitlupe auf der Bühne Platz nahm. Vor Konzerten würde er immer wochenlang üben, aber jetzt wisse er nicht, was auf ihn zukomme. Dabei war die Umgebung für den berühmten Countertenor, der als Kind schon gern König sein wollte, wie geschaffen: Er saß in einem roten Rokokosessel – im Festsaal eines Schlosses. In Pankow, wo er seit Jahren wohnt. Vor Fans, die wussten, dass er nicht singen, sondern 100 Minuten reden würde – wie Robert Rauh bereits in seiner Begrüßung ankündigte. Der Moderator versuchte ihn zwar zu beruhigen, sorgte jedoch im weiteren Gespräch gleich mehrmals dafür, dass die Nervösität seines Gastes immer wieder aufflammte.

 

Graue Mäuse und graues Land
Schon mit der ersten Frage stiftete er Verwirrung: Wie Jochen Kowalski einem Außerirdischen eine graue Maus beschreiben würde. Noch während der Moderator die Frage auf Wunsch seines Gastes wiederholte, unterbrach Kowalski ihn und sorgte mit seiner Antwort für den ersten Lacher: „Schauen Sie mich an!“ Im normalen Leben sei er tatsächlich eine graue Maus. Nur auf der Bühne - oder jetzt hier - höre man ihm zu; bei Familienfeiern würden immer nur andere „janz laut reden“. Rauh bezog sich jedoch auf eine Aussage aus der 2013 erschienenen Interview-Biografie, in der der Countertenor zu Protokoll gegeben hatte: „Ich wollte nie eine graue Ost-Maus sein.“ Wann ihm das denn klar gewesen sei? Jochen Kowalski sah zur Saaldecke, überlegte kurz und resümierte, dass ihm das bereits in der Schule bewusst war. Auf der EOS (= Erweiterte Oberschule in der DDR) im brandenburgischen Nauen war er „von der FDJ verantwortlich für Theaterkarten“. Auch und vor allem für die Deutsche Staatsoper in Ost-Berlin. Dort hätte er Vertreter der in West-Berlin stationierten Alliierten in Uniform gesehen: „Das sah dermaßen toll aus. Und da dachte ich: Das ist es!“ Ihm sei jedoch klar gewesen, dass man „in der DDR irgendetwas können musste – entweder im Sport oder in der Kunst, um aus diesem grauen Land legal rauszukommen“. Er sei Wassermann, erklärte Kowalski, „und der Wassermann will immer raus“. Und so sei es ja auch gekommen. 

 

„Und da fing das Unheil an.“
Jochen Kowalski ist im Havelland groß geworden, wo seine Eltern eine Fleischerei besaßen, die heute von seinem Bruder weitergeführt wird. Als Kind half er seinen Eltern zwar, aber seine Mutter habe regelmäßig einen Nervenzusammenbruch bekommen, wenn er im Laden kassieren musste, weil er nicht rechnen und nicht rausgeben konnte. Sie hätte dann immer gesagt: „Geh` hoch, spiel` deine Schallplatten! Und dann ist jut.“ Der Junge hörte die Platten aber nicht nur, sondern er sang auch mit. Dass ihr Jochen eine „besondere Begabung“ zum Singen besitzt, hatte die Mutter auch von ihren Kunden erfahren. Nach den weihnachtlichen Krippenspielen in der Kirche waren die Besucher von dem Fleischersohn – er sang jahrelang den Josef - immer hellauf begeistert: „Euer Jochen singt so schön! Wie ein Engel.“ Die Musikalität habe er von beiden Elternteilen geerbt. Das „slawisch Tiefgründige“ sei garantiert vom Vater, der polnischer Abstammung ist, und die Mutter hätte – ohne das jetzt verklären zu wollen, wie Kowalski betonte - eine ganz tolle Stimme gehabt, „so einen Jubelsopran“. Mit 12 oder 13 Jahren besuchte er erstmals eine Oper im Stadttheater Brandenburg an der Havel. Erst „Freischütz“, dann „Rigoletto“. Opern, die er von seinen Platten kannte. Er sei fasziniert gewesen, aber er dachte: „Na, so gut singen die in Brandenburg nicht. Das ist nicht, was du willst.“ Zum 14. Geburtstag schenkten ihm seine Eltern dann endlich ein altes Grammophon mit 60-70 Schellackplatten. „Und da fing das Unheil an.“
Geprägt habe ihn auch sein alter Musiklehrer, der nicht nur Empfehlungen zum Hören gab, sondern auch einen „wunderbaren Schulchor“ leitete, in dem alles gesungen wurde: von Arbeiterliedern bis zu Chorstücken wie beispielsweise „Wacht auf!“ aus den „Meistersingern von Nürnberg“. Ansonsten sei Jochen Kowalski nicht gern zur Schule gegangen, weil er aufgrund der ungünstigen Busfahrtzeiten Richtung Nauen so früh aufstehen musste. Und er sei doch „kein Mensch des frühen Aufstehens“. Deshalb sei er häufig erst zur 3. Stunde gefahren - „mit dem 9-Uhr-Bus“. Eine Verwarnung gab es von Lehrer Rauh nicht, weil der in seinem „Aufruf für eine Schulreform“ einen späteren Unterrichtsbeginn fordert. Als der Moderator Kowalskis Aufzählung seiner Lieblingsbeschäftigungen im Fach Deutsch - Aufsätze schreiben, Gedichte lernen, über Bücher reden – jedoch nutzte, um seinen Gast zu einer spontanen Rezitation eines Gedichtes zu bewegen, bekam er wie aus der Pistole geschossen ein kategorisches „Nein!“ zur Antwort. Nur in Verbindung zur Musik, ergänzte Kowalski.

 

„In Opernhäusern arbeiten nur Irre.“
Jochen Kowalski sollte eigentlich studieren: Binnenhandel an der Universität Leipzig. Wer denn auf die Idee gekommen sei? Die Schule! Es sei nichts anderes übrig gewesen. Der Countertenor schlug die Hand vors Gesicht: „Ich – der überhaupt nicht rechnen kann.“ Und ergänzte ins Gelächter des Publikums: „Dann wäre die DDR zehn Jahre früher zugrunde gegangen.“ Der 18-jährige begann nicht zu studieren, sondern ging in die Hauptstadt und startete sein Berufsleben am ersten Haus des Landes: an der Deutschen Staatsoper Berlin. Nicht als Sänger auf der Bühne, sondern als Requisiteur hinter der Bühne. Verantwortlich war er nun für alle Requisiten, die in einer Aufführung benötigt wurden. Für den jungen Berufsanfänger war jedoch das Wichtigste, seinen Idolen bei der Arbeit zuzusehen. Eine wichtige Erkenntnis: „Die Suche nach dem richtigen Ton ist Schwerstarbeit.“ Und selten waren die Großen mit sich zufrieden, eher verzweifelt. Eine weitere Erkenntnis: In Opernhäusern arbeiten nur Irre. Man muss ein bisschen irre sein, um diesen Beruf zu machen; das meine er „ganz positiv“. Rückblickend ist Kowalski der Auffassung, „diese fünf Jahre Staatsoper war die wichtigste Zeit in meinem Leben“. 1975 bewarb er sich an der Hochschule für Musik und sang aus der Brautgemach-Szene des „Lohengrin“ vor. Die Prüfungskommission sei entsetzt gewesen. Beim zweiten Anlauf - zwei Jahre später - wurde er angenommen. Zuvor hatte Jochen Kowalski Gesangsunterricht genommen und für die Aufnahmeprüfung gezielt Mozart-Arien einstudiert. Es folgte das Studium als Tenor – "eine Quälerei". Bis er im fünften Studienjahr als Countertenor entdeckt wurde.

 

Nicht im Plan
Das Publikum forderte lautstark die Geschichte seiner Entdeckung, nachdem Rauh es eher rhetorisch gefragt hatte, ob man diese nicht einfach überspringen könne. Kowalski ließ sich breit schlagen, obwohl auch er vermutete: „Die können doch manche schon mitsingen.“ Er entschied sich für die Kurzfassung: Eine Kommilitonin sang in ihrem Staatsexamensprogramm Glucks Orpheus-Arie und schaffte am Ende die beiden hohen fs nicht. Kowalski stand hinter ihr und sang statt ihrer die hohen Töne in Altlage - aus dem Stand „wie in einem Sänger-Film“. Daraufhin erstarrte die Klavierspielerin Gisela Franke und rief aus: „Du bist ja Countertenor.“ Den Begriff habe er in diesem Moment zum ersten Mal gehört. Scherzhaft ergänzte Kowalski: „Weil die Partei- und Staatsführung (der DDR) das nicht im Plan hatte. Das kam erst, als ich auf den Plan trat.“ Rauh wollte dann wissen, welche Bezeichnung für diese außergewöhnliche Stimme ihm die liebste sei: Altus, Altist oder Countertenor? Jochen Kowalski antwortete kurz und knapp: „Sänger.“ Ob die Stimme eine Laune der Natur sei? „Das ist eine Begabung“, antwortete der Sänger, „und ein ganz großes Geschenk der Natur oder des lieben Gottes – kann man sich aussuchen, von wem.“ Mit der Annahme dieses Geschenkes hatte Kowalski jedoch so seine Probleme, weil er sich doch in silberner Rüstung als Lohengrin gesehen habe. „Aber es kam anders.“ 

 

„Dein Wagner heißt jetzt Händel.“
Der Countertenor sei der Strohhalm gewesen – für den herbeigesehnten Aufstieg des jungen Sängers aus der Mark Brandenburg. Gesangslehrerin Marianne Fischer-Kupfer prägte den passenden Slogan: „Dein Wagner heißt jetzt Händel.“ Als er am 15. Juni 1982 sein Debüt als Countertenor bei den Händelfestsspielen in Halle gab, jubelte das Publikum und noch am selben Abend engagierte ihn der Intendant der Komischen Oper. Dort sang er ein Jahr später seine erste große Partie: die des Zarensohnes Fjodor in Mussorgskys „Boris Godunow“ in einer Neuinszenierung von Harry Kupfer. Während Kowalski von den emotionalen Proben für diese außergewöhnliche Aufführung erzählte, hielt er kurz inne und schaute etwas versonnen auf das eingeblendete Szenenbild: „Jetzt kriege ich etwas Gänsehaut, wenn ich das Foto sehe.“
Rauh holte seinen Gast ganz schnell in die Gesprächswirklichkeit zurück, indem er ein Quiz ankündigte. Jochen Kowalski verzog die Miene, wippte wieder nervös mit den Beinen und maulte abgewandt: „Ick bin janz schlecht für Quiz.“ Mit dieser Reaktion hatte der Moderator offenbar gerechnet, denn er verriet, Kowalskis Agentin darüber vor der Veranstaltung nicht informiert zu haben. Die Situation schien sich zuzuspitzen, als Rauh erklärte, der Gast müsse eine Aufnahme von sich (wieder)erkennen. Kowalski verdrehte die Augen: „Och dit noch.“ Die Befürchtungen des Gastes bewahrheiteten sich nicht. Eingespielt wurde ein Stück seiner ersten Solo-Platte von 1987: die Arie des Damone von Friedrich II. aus dem Jahr 1747. Kowalski konnte natürlich alles problemlos lösen. Sichtlich erleichtert kommentierte er auch die Frage des Moderators nach der Qualität des Gesangs: „Eine gute Aufnahme.“ Die Platte sei ein Exportschlager der DDR gewesen und etwas stolz fügte er hinzu, dass sie damals den west-deutschen Schallplattenpreis bekommen habe.

 

In der Hamburger Staatsoper und vor dem SED-Parteitag
1985 durfte Jochen Kowalski zum ersten Mal in den Westen reisen und trat in der Hamburger Staatsoper auf. Als er nun endlich legal aus dem grauen Land rausgekommen und damit am Ziel seiner Träume war, wie habe er sich da gefühlt: als DDR-Bürger, als Deutscher zweiter Klasse oder als Ausländer? „Alles zusammen.“ Kurze Pause: „Also, es war eigentlich furchtbar.“ Zum Glück war auch Harry Kupfer vor Ort, der ihn aufgefangen habe – denn er sei nicht in der Lage gewesen, in den ersten Tagen normal zu proben. Zu viele Eindrücke dieser bunten Welt, die er nur aus dem West-Fernsehen kannte. Die DDR-Behörden mussten jedoch nicht befürchten, dass er in der Bundesrepublik blieb. Ohne zu zögern verneinte der Sänger diese Frage und berichtete von den West-Angeboten, die er nach der Premiere in Hamburg erhalten habe. Inwiefern habe sich durch die Westreisen sein Blick auf die DDR verändert, wollte Rauh wissen. Kowalski erzählte, immer mehr gelitten zu haben, wenn er durch die ostdeutschen Städte gefahren sei und sah, wie alles zerfalle. Das habe ihn „richtig lethargisch“ gemacht. Und bestärkte seine Verneinung: „Aber ich wäre trotzdem nicht weggegangen, weil ich doch hierher gehöre.“ Daraufhin thematisierte Rauh scheinbar übergangslos Kowalskis Auftritte für die SED-Führung. Die Frage, ob er denn nie die Befürchtung gehabt hätte, für propagandistische Zwecke vereinnahmt zu werden, beantwortete der Sänger auf Kowalski-Art. Er sei 1990 für den Nationalpreis vorgeschlagen worden. Aber es kam ja das Ende der DDR dazwischen. Andere hätten den Nationalpreis bekommen und ihn dann zurückgegeben, „was ich auch albern finde“. 1989 sang er – wie viele andere Künstler - auf der Festveranstaltung zum 40. Jahrestag der DDR im Palast der Republik und hätte sich anschließend geschworen, nie wieder vor einer Partei- und Staatsführung aufzutreten. „Da kann Frau Merkel auf den Knien liegen.“ Partieller Applaus.
Zur Sprache kam in diesem Zusammenhang auch sein Auftritt im Gästehaus der DDR-Regierung. Das befand sich bis 1990 im Schloss Schönhausen in Pankow. Im gleichen Saal sang Jochen Kowalski vor einer sowjetischen Delegation Händel. Unter den damaligen Gästen auch SED-Chefideologe Kurt Hager, der beim anschließendem Empfang sagte: „Ach, da kommt ja mein Kastratensänger.“ Unangenehm in Erinnerung sei ihm auch, dass er zwischen Probe und Konzert eingeschlossen wurde. Aus Sicherheitsgründen. Das sei ihm ja heute nicht passiert, kommentierte Rauh knapp.

 

Höhe- und Tiefpunkte
Nach der Wiedervereinigung sang Jochen Kowalski in Japan und den USA. Höhepunkt sei ohne Frage der Auftritt als Graf Orlofsky an der Met gewesen. Er könne gar nicht in Worte fassen, wie aufgeregt er gewesen sei. Als er mit dem Singen begann, lachte der ganze Saal. Er dachte zunächst, die New Yorker würden ihn auslachen. Aber die Amerikaner hätten sich so gefreut. „Die lieben ja Exotisches.“ Die Schauspielerin Martina Gedeck hätte ihm Jahre später von dem Auftritt „ganz nüchtern aus der Sicht des Publikums“ erzählt. Kowalski zierte sich zunächst („Ne, das ist mir peinlich“), als ihn Rauh aufforderte, Gedecks Eindrücke wiederzugegeben. Sie bestätigte ihm, was auch er erlebt hatte: Das Publikum sei beim Schlussapplaus aufgesprungen und es hätte Konfetti geregnet – eine seltene Ehre an der Metropolitan Opera. „So etwas erlebt man nur einmal.“
Im Gegensatz zu einigen Kollegen hat sich Jochen Kowalski den Boulevardblättern bisher verweigert. Er brauche keine Homestorys in der SUPERillu oder anderen bunten Blättern. Ob er denn Verständnis dafür habe, dass seine Fans auch wissen wollen, wie und mit wem er zusammenlebe? „Ne, ich möchte das auch nicht von denen wissen. Das geht niemand was an.“ So war es offenbar der lockeren und vertrauten Atmosphäre auf dem Podium geschuldet, dass Jochen Kowalski vor Publikum offen über seine gesundheitlichen Tiefpunkte sprach – auch hierbei nicht ohne Humor. 2007 erlitt er einen Schlaganfall: „Gott sei dank ist jemand um mich, der aufpasst.“ Und so sei er rechtzeitig zum Notarzt gebracht worden. Die wollten aber erst die Chipkarte sehen. „Mir fiel alles aus der Hand – und die Sprache war weg.“ Dann hätte man auch etwas am Herzen entdeckt. „Kurzum: Ich wurde runderneuert.“ Anschließend habe er wieder bei Null angefangen. Und zum Glück gehe eine Tür zu und eine andere auf. Dazu gehören auch seine neue Agentin Birgit Faehse und seine neue Gesangslehrerin Jutta Vulpius.

 

Neue Projekte
Zusammen mit der 86-Jährigen Jutta Vulpius hat er sich auf ein völlig neues Parkett begeben. Johann Kresnik hat ihn für das Projekt „Villa Verdi“ an der Volksbühne gewonnen; ein Stück, das in einem Altersheim für Künstler spielt. Er habe erst Skrupel gehabt, aber Kresnik konnte ihn überzeugen: „Du bist eine Kunstfigur. Und du machst das jetzt.“ Eine Erfahrung, die er heute nicht mehr missen möchte. Zum Abschluss fragte Rauh nach den künftigen Projekten. Der Sänger berichtete vorsichtig von seinem Traum: Er würde gern im Moskauer Bolschoi-Theater - „mein größtes Wunschhaus“ – auftreten und dort am liebsten die alte Gräfin aus Tschaikowskys „Pique Dame“ singen: „Ick würde zu Fuß dahin gehen.“
Zum letzten Mal verstörte Moderator Robert Rauh seinen Gast, als er die traditionellen fünf Halbsätze ankündigte. Es beruhigte Jochen Kowalski nicht, dass die anderen Gäste das auch geschafft hätten. „Die anderen waren ja auch keine Countertenöre.“ Doch der Sänger landete bereits mit der ersten Ergänzung den größten Lacher des Abends: „Ich hätte meiner Biografie gern den Titel gegeben ... Vom Schlachthaus an die Met.“

 

 

Zur Biografie

 

Jochen Kowalski, der als Sohn eines Fleischers in der DDR aufwuchs, ist einer der außergewöhnlichsten und erfolgreichsten Altisten der Gegenwart. Er müsse immer wieder erklären, was ein Altist (männlicher Alt) sei. Dabei „entdeckte“ seine Ausnahmebegabung, hoch zu singen, eher zufällig 1981 eine französische Regieassistentin, als er längst Gesang an der „Hochschule für Musik Hanns Eisler“ studierte.
Seit 1983 ist er festes Ensemblemitglied an der Komischen Oper und wurde nicht nur in Berlin, sondern auch in New York und Tokio für seine Interpretationen weltweit gefeiert. Kowalski, der am liebsten Bach, Händel und Mozart singt, interpretiert im Gegensatz zu den meisten Tenören auch Jazz-, Swing-, Operetten- und Salonmusik. Mit dem Salonorchester „Unter`n Linden“ tourt er durchs Land und begeistert sein Publikum auch mit kenntnisreicher und humorvoller Moderation.
Jochen Kowalski, der 2012 sein 30jähriges Bühnenjubiläum feierte, stellte im letzten Jahr seine Autobiografie vor.

 

Manuela Stein

 

 

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