Schönhausener Schlossgespräche
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Gesine Schwan

25. Mai 2011

 

 

Von Herzen Dank für das schöne, interessante und launige Gespräch!
Und für die Schlossführung.
Gesine Schwan
25. Mai 2011

 

Ein stilvoller Veranstaltungsort, ein hochinteressanter Gast, eine großartige Moderation - herzlichen Dank für die Möglichkeit, Teil eines solchen
Gesprächs zu sein!
Tobias Remschel
25. Mai 2011

 

 

"Einen werden Sie schon gefunden haben."

 

Nach spätestens 40 Minuten reizt es mich sehr, irgendetwas zu machen, damit gelacht werden kann - Diese Aussage Gesine Schwans - aus einem ihren unzähligen Interviews - ist nicht als Drohung aufzufassen. Im Gegenteil! Frau Schwan lachte und schmunzelte bereits in den ersten Minuten - allein, mit dem Moderator oder zusammen mit dem Publikum, das am 25. Mai 2011 zum 3. und erneut restlos ausverkauften Schlossgespräch nach Schönhausen gekommen war.

 

Dass Prof. Schwan auch zuhören kann, bewies sie am Ende des Gesprächs, als ein Überraschungsgast aufs Podium kam, der zuvor nach "strengen" Kriterien ausgewählt wurde: jung, intelligent, politisch interessiert, besser Politikstudent - und Mitglied einer Partei, im Idealfall: SPD! Ob wir so einen in Berlin finden würden, wollte Moderator Robert Rauh von seinem Gast wissen. Gesine Schwan lachte und meinte: Ach Gott, einen werden sie schon gefunden haben. Dann kam Tobias Remschel (20), der nach einem 1-er Abitur zurzeit Politik und Verwaltungswissenschaft studiert. Souverän wie der prominente Gast erklärte er, warum er gerade aus der Kirche ausgetreten sei (im Gegensatz zu Gesine Schwan, die mit Anfang 20 in die katholische Kirche eingetreten war) und 2009 Mitglied der SPD geworden sei. Dann äußerten sich beide Sozialdemokraten zum schlechten Erscheinungsbild ihrer Partei in der Öffentlichkeit, zur Koalitionsfähigkeit der Linken und zur Frage des Volksentscheids auf Bundesebene.

 

Zuvor hatte Moderator Robert Rauh mit Prof. Schwan 80 Minuten über ihre politische Biografie, über deutsche Zeitgeschichte und aktuelle Politik diskutiert. Beeindruckend ist ihre Fähigkeit, inhaltlich und rhetorisch ihre Position klar zu formulieren und diese sachlich und argumentativ überzeugend zu begründen. Dass sie das eingeschobene Musik-Quiz ohne Joker meisterte, lag an der Auswahl der Suite: der Schwan aus dem Karneval der Tiere von Camille Saint-Saens. Der Name des Komponisten war allerdings sowohl für Moderator als auch Gast – des Französischen mächtig - ein echter Zungenbrecher.  

 

 

Zur Biografie

 

Die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Gesine Schwan, Präsidentin der HUMBOLDT-VIADRINA School of Governance, studierte in Berlin und Freiburg Romanistik, Geschichte, Philosophie und Politologie. Bekannt wurde sie in der Öffentlichkeit als Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder (1999 bis 2008) und durch ihre Kandidatur für das Amt der Bundespräsidentin (2004 und 2009). Von 2005 bis 2009 war Gesine Schwan Koordinatorin für die deutsch-polnische Zusammenarbeit der Bundesregierung. Ihr politisches Engagement zeigt sich auch in zahlreichen Publikationen und Reden. So fordert sie im Hinblick auf die letzten Finanz- und Wirtschaftskrise, dass deren Aufarbeitung nicht bei den Banken und der Finanzwelt halt machen dürfe: "Wir müssen fast alle gesellschaftlichen Bereiche einer Revision unterziehen."

 

 

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