Schönhausener Schlossgespräche
<<

 

Christoph Hein

6. April 2011

 

 

Dank für diese kenntnisreiche Moderation
Mit besten Wünschen
Christoph Hein
6.IV.2011

 

Über die Einladung zu dem Gesprächsabend mit Christoph Hein hatte ich
mich sehr
gefreut und wurde nicht enttäuscht. Es war ein interessantes
Gespräch mit sympathischer Moderation, auch das Ambiente im Schloss trug seinen Teil dazu
bei. Besonders Gefallen hat mir das außergewöhnliche Engagement der Veranstalter.
Ich wünsche Ihnen auch weiterhin hochkarätige Gäste und gutes Gelingen.
Jenny Wolf

 

 

Presse

 

Tagesspiegel, Berlin, 7. April 2011

Hallo, Lieblingsschriftsteller!

„Vielleicht sollte ich öfters öffentlich Wünsche äußern, dann erfüllen sie sich schneller“, sagte Jenny Wolf, 32, und lachte.

Den gesamten Text lesen ...

 

 

Literatur trifft Sport

 

Eigentlich war Christoph Hein der Gast der 2. Schönhausener Schlossgespräche. Aber am Ende des Gesprächs kam Jenny Wolf, die Berliner Eisschnellläuferin und vierfache Weltmeisterein über 500 m, als "Überraschungsgast" auf die Bühne. Sie hatte zuvor in einem Interview mit dem Tagesspiegel erzählt, dass Christoph Hein ihr Lieblingsschriftsteller sei. Spontan war Jenny Wolf - die in der Welt zur Zeit schnellste Frau auf dem Eis - der Einladung von Moderator Robert Rauh gefolgt, an dem Schlossgespräch mit Christoph Hein teilzunehmen.

 

Zuvor hatten Christoph Hein und Robert Rauh 90 Minuten über das literarische Werk und die Biografie des Schriftstellers sowie über Fragen der deutsch-deutschen Geschichte diskutiert. Auf besonderes Interesse beim Publikum stießen "seine Schilderungen aus dem Alltag (und Irrwitz) eines Ostberliner Schriftstellers im Umgang mit Partei, Verlegern und Lesern". Überrascht zeigte sich Christoph Hein über die inzwischen von der Stasi-Behörde veröffentlichten Berichte über den DDR-Schriftstellerkongress 1987, die er bisher nicht kannte. Darin heißt es, der Schriftsteller habe zusammen mit anderen Kollegen in einigen kritischen Redebeiträgen sichtbar grundlegende Positionen der DDR-Staatsmacht angegriffen. Die Staatssicherheit mutmaßte, dass von dem Kongress eine Signalwirkung für weitere Aktivitäten ausgehen werde, um die "Dialogbereitschaft des Staates zu testen".

 

 

Zur Biografie

 

Christoph Hein gehört zu den bekanntesten deutschsprachigen Schriftstellern und Essayisten. Bevor er 1979 freier Schriftsteller wurde, arbeitete er als Montagearbeiter, Buchhändler, Kellner, Journalist, Schauspieler und Regieassistent sowie als Dramaturg und Autor an der Ost-Berliner Volksbühne. Er veröffentlichte zahlreiche Romane, Theaterstücke und Essays, für die er vielfach ausgezeichnet wurde. Bekannt geworden ist Christoph Hein durch seine Novelle Der fremde Freund, die 1982 in der DDR und ein Jahr später in der Bundesrepublik unter dem Titel Drachenblut erschien. Im Wendejahr 1989 gehörte er zu den Rednern auf der Berliner Großdemonstration am 4. November. Seine damalige Forderung nach einer "Gesellschaft, die dem Menschen angemessen ist und ihn nicht der Struktur unterordnet", hat an Aktualität nichts verloren.

 

 

Seitenanfang

 

Christoph Hein im Gespräch mit Robert Rauh

 

Christoph Hein im Gespräch mit Robert Rauh

 

Jenny Wolf mit Robert Rauh

 

Schüler tragen einen Text Christoph Heins vor

 

Jenny Wolf, Christoph Hein und Robert Rauh